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Escaping Death – Vortrag zur Flüchtlingsroute von Felix Kleymann am BKTM

Am 28. Januar 2016 fand in der Aula des Berufskollegs für Technik ein Vortrag des Journalisten Felix Kleymann zu seinem persönlichen Projekt „Escaping Death“ statt.

Wie ertragen die Menschen die Strapazen einer Flucht? Diese Frage trieb den Fotografen Kleymann dazu an, die Flüchtlingsroute vom Nordirak Richtung Europa mit Endstation Österreich persönlich und aus eigenen Mitteln finanziert anzutreten.

An dem 60-minütigen Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema nahmen ca. 300 Schülerinnen und Schüler unserer Schule teil. Der Journalist stellte sich kurz vor und zeigte dann erste Fotos seines Startpunktes im Nordirak. Während er anfangs noch recht harmlose Fotos zum Einstieg in das Thema zeigte, hielten viele Zuschauer spätestens bei den ersten Fotos im Krisengebiet die Luft an, als Kämpfer der IS in Sichtweite waren. Von dort ging es dann glücklicherweise unbeschadet in ein erstes Flüchtlingslager. Interessant zu sehen war hier vor allem, dass auch in solchen Situationen, in denen Massen an Menschen auf engstem Raum in Zelten zusammengepfercht leben, ein Stück Normalität versucht wurde zu schaffen. Für Kinder gab es beispielsweise kleinere Spielplätze zwischen den Zelten, für zukünftige Bräute ein Brautmodenverleih usw.  

Spannend verfolgt wurde auch seine persönliche Erfahrung mit Schleppern in der Türkei, welche ihn nach Griechenland per Schlauchboot bringen sollten. Er erzählte, er habe entgegen der negativen Schlagzeilen über Schlepper eher „positive“ Erfahrungen gemacht. So habe er eine gute Versorgung genossen bis zu seiner Abreise, sei genauestens informiert worden und habe erst am Abreisetag zahlen müssen. Die Abreise aus der Türkei gestaltete sich eher schwierig. Jeder Flüchtling wollte z.B. Rettungswesten kaufen, so dass ein regelrechter Markt für Rettungswesten entstanden ist. Da die Nachfrage meist nicht ausreichend befriedigt werden kann, werden den Flüchtenden Westen mit Stroh gefüllt zu horrenden Preisen verkauft. Im Notfall helfen sie wohl keineswegs. Mit ca 35 Menschen wurde er dann nachts auf ein Schlauchboot gesetzt, der Schlepper ließ sie alleine und sie mussten nachts auf sich gestellt nach Griechenland übersetzen. Die Überfahrt dauerte statt einer halben Stunde ca. 4 Stunden, es gab niemanden an Board, der das Boot steuern konnte. In Griechenland wurde das Boot von freiwilligen Helfern empfangen. Ein Berg an Rettungswesten, die am Strand abgeworfen wurden, war das erste Bild, welches ihn in Griechenland erwartete. Das Boot wurde von Unbekannten entgegengenommen, wahrscheinlich, um es auf eine weitere Reise zu schicken und teuer zu verkaufen. Von Griechenland ging es über Mazedonien, Serbien, Kroatien, Slowenien nach Österreich und schließlich nach Deutschland.

Beeindruckende Fotos und die eindrucksvoll geschilderten persönlichen Erlebnisse auf der Flüchtlingsroute haben die Schülerinnen und Schüler des BKTM erreicht und zum Nachdenken angeregt.

Hier seine Internetseite mit einigen Fotos seines Vortrags: http://www.felixkleymann.de/escapingdeath/

M.Döhrn/ergänzt von G.Klatt

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